"Textur eines Sommers" ist eine Skulptur, die aus regionaler Schafwolle und natürlichen Farbstoffen gefertigt wurde. Im Verlauf des Sommers verwächst sie mit der umgebenden Vegetation. Witterung, Feuchtigkeit und Licht wirken als Mitgestaltende und verändern ihre Form und Farbigkeit fortlaufend.
Die Filzstränge, die das textile Gefüge zusammenhalten und mit den Pflanzen verweben, verweisen auf den Dreifrauenkult sowie auf Walliser Sagen. Es freut mich, dass insbesondere meine Erzählung "Die drei Schicksalsfrauen an der Rhonequelle" den narrativen Bezugspunkt zu dieser Arbeit bilden.
Werk von Stefanie Salzmann in der Ausstellung "Kunst in der Twingischlucht." www.twingi.ch
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B e r g s o m m e r / 2
Wasser, die vom Gletscher rauschen.
13. Juli 2026
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B e r g s o m m e r
Sonne brennt, Gletscherwasser spritzt, Touristinnenströme werden gelenkt.
9. Juli 2026
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D i e H i t z e j e t z t
ist kein normales Sommerphänomen
sondern deutliches Zeichen des Klimawandels.
Und das ist wohl erst der Anfang.
26. Juni 2026
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B a l k o n i e n
Nach der Hitze des Tages
die Wesen und die Stille der Nacht
geniessen.
21. Juni 2026
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D a s B r a u t k l e i d
Welche Dinge bleiben, nachdem der Bergsturz ein ganzes Dorf verschlungen hat? Auf wundersame Weise sind einige Gegenstände zu ihren Besitzerinnen und Besitzern zurückgekehrt. Fundstücke aus dem Wasser und solche, die man aus fast untergegangenen Häusern noch retten konnte. Manches trieb auf dem See, anderes lag verschlammt zwischen den Trümmern.
Besonders eindrücklich wirkt ein Brautkleid, das die Reise in den Untergang in einer Kiste überlebt hat. Die Besitzerin hat es reinigen lassen. Nun wird es im Lötschentaler Museum gezeigt. "Das Leben geht weiter", scheint es zu sagen.
Die Ausstellung ERINNERUNG AN BLATTEN erzählt vom Verlust aber auch von Dingen, die zurückkehrten, ihre eigenen Geschichten erzählen, Mut und Kraft vermitteln, den Aufbruch in ein neues Blatten zu wagen .
1. Juni bis 31. März 2026 im Lötschentaler Museum in Kippel.
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S c h w e l l e n z e i t Ein samtweicher letzter Maienmorgen und heute Nacht die volle Mondin. Welche Wege wollen neu begangen werden?
31. Mai 2026
. F ö h n s t u r m Brunnen, 6. Mai 2026
. Jedes Jahr verwandelt die Kirschblüte die Landschaft: Zwischen Wiesen und den schneebedeckten Berggipfeln öffnen sich die Blüten wie Lichtpunkte im Grün. In den Sagen wird beschrieben, wie die Berggöttin sich in ihrem Frühlingkleid zeigt und in und mit den Bäumen tanzt.
28. April 2026
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L i c h t b l u m e n
auf meinem Frühlingsweg. Die letzten in diesem Jahr. Hier oben, im rauen Gebirgsklima und auf den von Schmelzwasser getränkten Wiesen, erblühen die ersten oft schon im Februar. Im März wird die Landschaft in ein einzigartiges Lichtmeer getaucht. Die seltene Blume ist in der Schweiz nur im Oberwallis zu finden, speziell in der Region um Eischoll.
Eischoll, 21. April 2026
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Sturmwinde, Regengüsse, Schneeschauer an diesen ersten Frühlingstagen. Unbeirrt schmettert die Amsel ihr Lied in die Frostkälte des Abends. Ich halte inne, die Zeit scheint stille zu stehen. Was, wenn es der Gesang der Vögel wäre, diese feine atmosphärische Schwingung, die das Weltengefüge zusammenhält? Seit Jahrzehnttausenden und immer wieder.